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Einhorngeschichte – Begegnung im Wald

Begegnung mit einem Einhorn

Diese Geschichte wurde mir von einer Bekannten erzählt… ist sie nun Wahr oder Falsch?

Es passierte im selben Jahr, in dem auch mein Opa gestorben ist. Kurz nach seinem Ableben bekamen meine Eltern ein amtliches Schreiben der Insel Rügen. Darin hieß es, dass meiner Familie ein großes Stück Land auf der Insel gehören soll, welches seit Jahrzehnten ungenutzt und brach wäre. Wald, Wiesen und auch ein paar Teiche darauf haben vielen Tierarten ein Zuhause gegeben. Darunter auch seltenen und bedrohten Arten. Angaben zur Lage und die Bezeichnungen der Flurstücke standen ebenfalls in diesem Brief. Viele Telefonate mit der Verwandtschaft brachten schließlich Gewissheit: Es gab oder gibt dieses Grundstück! Vor dem 2. Weltkrieg war es mit einer Mühle, mehreren Wohngebäuden und ein paar Scheunen bebaut. Neugierig wurde ein Urlaub geplant und extra ein Wohnmobil gemietet.

Die Reise führte uns zuerst nach Stralsund zu einem Cousin meines Opas. Er kannte noch die alten Bauwerke. Er hat viel erzählt über den Bauernhof. Welche Tiere dort lebten, was dort angebaut wurde und das die Teiche zur Fischzucht dienten.

Direkt am darauffolgenden Tag machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Sassnitz. Weitere Onkel und Tanten erinnerten sich ebenfalls zurück an den alten Hof. zu unserem Grundstück führte nur ein alter Betonplattenweg, wie er zu DDR-Zeiten häufig gebaut wurde. Wetterbedingt konnten wir erst nach zwei Tagen zusammen einem Großcousin losfahren, um endlich einen Fuß auf Familiengeschichte zu setzen.

Eine gefühlte Ewigkeit über fast unbefahrbare Wege später erreichten wir einen kleinen Wald, der schon zu dem alten Hof gehören sollte. Nun ging es zu Fuß weiter. Vier Stunden sind wir hier umhergelaufen, entdeckten Gebäudereste und machten Erinnerungsfotos. Ein Mühlstein lag einsam an einer Weide. Er wurde als Andenken von uns mitgenommen.

Da es gerade Pilzsaison war, wurden wir gebeten hier ein paar leckere Maronen und Butterpilze zu sammeln und mit nach Sassnitz zu bringen.

Hier habe ich das Einhorn, oder was es auch war, zu ersten Mal gesehen. Mein Vater ist während der Suche in ein sehr dicht bewachsenes Gebiet gelaufen. Ein sehr schriller Schrei aus seiner Richtung ließ uns aufschrecken. Irgendetwas großes kam sehr schnell auf uns zu gerannt. Voller Panik hat meine Mutter mich gepackt und rannte so schnell sie konnte ihrem Großcousin nach. Das Tier war jedoch ebenso schnell weg, wie es kam. Was es genau war konnten wir uns nicht erklären. Als wir das Auto endlich erreicht hatten, dauerte es noch 30 – 40 Minuten bis auch mein Vater aus den Büschen rauskam. Er war Käsebleich im Gesicht. Diesen Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen. Er meinte es hätte “gewiehert” bevor es geradewegs auf ihn zu galoppierte. Sehr helles Fell haben wir alle gesehen. Ein blitzen oder funkeln habe nur ich damals wahrgenommen.

Zurück in Sassnitz berichteten wir das erlebte und wurden nur ausgelacht. Ein Hirsch soll es gewesen sein, ein großer Keiler oder es wäre irgendwo ein Pferd ausgebrochen. Vergessen haben wir es am Ende des Urlaubs nicht, allerdings hat es auch keinen mehr bekümmert.

Sonntags in der Früh starteten wir unsere 550km Heimfahrt. Noch nichtmal von der Insel runter mitten im Wald bremste mein Vater das Wohnmobil stark ab und parkte an einem breiten Weg. Erschrocken fragten ich und meine Mutter was los ist. Er sagte: Es ist da drüben auf dem Hügel…

Er stieg aus und wankte den Weg entlang in den Wald. Meine Mutter meinte, er wolle uns auf den Arm nehmen und kommt gleich wieder. Er kam auch kurz drauf wieder. Nur war irgendwas anders, dass habe ich gefühlt. Auch meine Mutter schaute ihn skeptisch an. Kaum losgefahren, sah ich dieses blitzen im Augenwinkel. Ich schaute durch die Seitenscheibe, dort lief tatsächlich ein Einhorn neben dem Camper her durch die Bäume. Ich machte die Augen zu und schüttelte den Kopf. Im nächsten Augenblick war es nicht mehr da.

Das dort auf Rügen etwas passiert ist, vorallem mit meinem Vater, ist unumstritten. Auch wenn es uns niemand glauben möchte. Nur bei der Tatsache, dass mein Vater seit diesem Tag keine Rückenschmerzen mehr hatte und nicht mehr raucht, fängt jeder an zu überlegen.

Ist diese Geschichte Wahr oder Falsch, was sagt ihr?

 

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